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Avatar - Aufbruch nach Pandora (2009) 
Regie:
Buch:
   
Ø-Wertung 7.2/10
Kritik von John (25.12.09)
Lange hat Regisseur James Cameron gewartet, bis er seinen eigenen Rekord (mit "Titanic") des teuersten Films aller Zeiten, der bereits von anderen Filmemachern mehrfach eingestellt wurde, wieder zu gewinnen. Auf dem Weg dorthin hat er nichts geringeres als eine neue Welt und eine Revolution in der Filmproduktion geschaffen.
Mit dem Aufbruch der Menschen nach Pandora, einem neuen Planeten, der ihnen wieder zur Ausbeutung dienen soll, wird es Cameron im Kino wohl tatsächlich schaffen, jeden Zuschauer, der eine 3D-Brille mit der Eintrittkarte erhalten hat, in seinen Bann zu ziehen.
Auch die Idee, Menschen in Form von Avataren auf diesen, für Menschen bislang lebensfeindlichen Planeten zu schicken ist faszinierend. Obwohl die Anfänge der Idee und des Drehbuchs von "Avatar" angeblich bis ins Jahr 1995 zurückreichen, entdeckt der Zuschauer Wesen, die vielleicht noch nie in einem Fantasy- oder Science-Fiction Streifen zu sehen waren. Doch trotz ehrenhaftem Bezug auf heutige irdische Umwelt- und soziale Probleme bleibt die Geschichte an vielen Stellen etwas simpel. Auch stören zum Teil Verhaltensmuster einzelner Akteure. Die Musik ist bezaubernd, jedoch meiner Meinung nach zu stark instrumentalisiert und melodramatisch. Kritiker von zu viel Computertechnologie in Filmen mag es es vielleicht auch etwas zu viel werden in diesem Streifen - auch aufgrund seiner Länge. Allerdings ist die innovative fotorealistische CGI-Technik so überzeugend, das der Zuschauer wohl fast gar nicht merken wird, dass der Film zu 60 % mit dieser Technik gedreht wurde. Besser kann die Filmindustrie einfach derzeit keine außerirdische Welt im Jahre 2154 zeigen.
Es ist einzig und allein so schade, dass Cameron es in 14 Jahren nicht geschafft hat, das Drehbuch so zu verfeinern, dass mal keine typischen Standard-Charaktere aus militärischer, wissenschaftlicher und monarchischer Sichtweise dargestellt werden. Die Kämpfe ums Überleben des nicht-irdischen Naturvolks der Na’vi sprengen im filmischen Fantasy-Bereich bestimmt optisch bisher existierendes (nehme ich einfach mal als Nicht-Fantasy-Experte an!). Die faschistoiden Tendenzen bei beiden, im Film vorkommenen Gruppen, lassen mich jedoch an der Altersfreigabe ab 12 Jahren doch ein wenig zweifeln, auch wenn die Kamera nicht nur einmal im letzten Moment wegdreht bzw. ein Schnitt gemacht wird.

Note: 9/10
Darsteller:
Sam Worthington ... Jake Sully
Neytiri
Sigourney Weaver ... Dr. Grace Augustine
Colonel Miles Quaritch
Michelle Rodriguez ... Trudy Chacon
Parker Selfridge
Joel Moore ... Norm Spellman (als Joel David Moore)
Moat
Wes Studi ... Eytukan
Tsu'tey
Dileep Rao ... Dr. Max Patel
Corporal Lyle Wainfleet
Sean Anthony Moran ... Private Fike
Cryo Vault Med Tech
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 ©2011 Tim Belgardt