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Terminator: Die Erlösung (2009) 
Regie: McG
Buch: John D. Brancato, Michael Ferris
   
Ø-Wertung 6.4/10
Kritik von Christoph (19.06.09)
Dieses Jahr heißt uns endlich die heißersehnte Fortsetzung der Mensch-gegen-Maschine-Saga willkommen, die nach 3 in unserer Zeit verankerten Sci-Fi-Action-Thrillern einen anderen Weg geht: T4 ist im Jahre 2018 angesiedelt und thematisiert somit erstmals über die ganze Laufzeit den Krieg gegen die Cyborgs in der Zukunft, nachdem diese in den Vorgängern jeweils nur in wenigen Szenen angedeutet worden war.

Man kann es nicht verheimlichen,dass die Vorgeschichte zu T4 als recht komplex zu bezeichnen ist. Ein Ansehen der anderen 3 Teile sei daher empfohlen, auch wenn in der Fortsetzung immer wieder versucht wird, durch Erklärungen unterschiedlicher Art das Verständnis zu erleichtern.

Ansonsten gilt: "Das ist nicht der Krieg, auf den meine Mutter mich vorbereitet hat!" (Zitat John Connor). Offensichtlich ist, dass sowohl die Menschen als auch die Maschinen durch ihre Zeitreise-Eskapaden der Vergangenheit die Zukunft bereits massiv verändert haben. Es geschehen Dinge, die John Connor noch nicht einmal für das Jahr 2029 erwartet hat.

Zudem wird Connor zwar von allen vernünftig denkenden Restmenschen immer noch als der Anführer gegen die Skynet-Killerroboter betrachtet, gleichzeitig gibt es aber eine streng pragmatisch handelnde Militär-Bürokratie, die wenig mit den Heilsversprechen einer "Halbirren" (Connors verstorbene Mutter Sarah) aus der Vergangenheit anfangen will. So muss sich Connor nicht nur allerlei neuartiger Metallschergen erwehren, sondern sich auch insbesondere gegen General Ashdown behaupten, eine Art George W. Bush mit Tarnanzug, der ohne Rücksicht auf zivile Verluste einen stumpfen Vernichtungsfeldzug gegen Skynet führen will.

Als jedoch der mysteriöse Marcus Wright im Lager der Resistance auftaucht und berichtet, dass er einen gewissen Kyle Reese getroffen hat, wird John Connor schnell klar, dass sinnlose Gewalt allein die Maschinen nicht bezwingen wird...

Natürlich hat es T4 sehr schwer, dem Kult insbesondere der ersten beiden Teile gerecht zu werden. Trotzdem ist eine würdige Fortsetzung entstanden, die zumindest T3 bei weitem übertrifft. Zwar kann Regisseur McG nicht mit revolutionären neuen Tricktechniken aufwarten wie seinerzeit James Cameron mit der Morphing-Technologie. Die Tricktechnik haben aber mittlerweile andere soweit entwickelt, dass McG ein optisch glaubwürdiges, extrem düsteres Endzeit-Szenario präsentieren kann, dass nur in ganz wenigen Szenen etwas künstlich wirkt.

Das ist schon mal die halbe Miete. Dazu wird ein Feuerwerk an Shootouts und Explosionen abgefeiert, dass Augen und Ohren wackeln. Endlich mal wieder wirklich ein Film für die große Leinwand. Dass dabei die Action nicht zum Selbstzweck verkommt, liegt an einer ganzen Reihe interessanter Story-Einfälle, die im Übrigen tatsächlich mutmaßen lassen, bei der Terminator-Reihe handele es sich um die Prequels zur Matrix-Trilogie. Aber auch die zahlreichen launigen Anspielungen auf die Vorgängerfilme sorgen für beste Unterhaltung, so dass auch das ansonstige Fehlen jeglichen Humors nicht negativ auffällt - vor allem, wo doch gerade T3 mit seltsamen, fast slapstick-artigen Einlagen die eigene Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen drohte. Aber in diesem Jahr 2018 hat jegliche Lächerlichkeit einfach nichts mehr zu suchen.

So gibt es eigentlich wenig wirklich zu kritisieren an T4. Einzig die Performance von Bale und Howard ist ein kleiner Wermutstropfen. Die beiden liefern hier als Ehepaar Connor leider nur eine recht blasse Leistung ab. Zum Glück können wenigstens Worthington und Anton Yelchin auch darstellerisch einiges retten. Sonst drohte den menschlichen Darstellern gar, auch in puncto Leinwandpräsenz von den Maschinen plattgemacht zu werden.

Also, für Fans der Reihe ist der Film wohl uneingeschränkt zu empfehlen, lediglich Hardcore-Terminator könnten mit dieser Vision des Jahres 2018 leichte Probleme haben. Aber immer dran denken: wenigstens bleibt uns der Ösi-Akzent von Arnold erspart (betrifft in erster Linie die englische OV). Und das ist ja auch schon was.

Hasta la vista!




Note: 8/10
Darsteller:
Christian Bale John Connor
Sam Worthington Marcus Wright
Moon Bloodgood Blair Williams
Helena Bonham Carter Dr. Serena Kogan
Anton Yelchin Kyle Reese
Jadagrace Star
Bryce Dallas Howard Kate Connor
Common Barnes
Jane Alexander Virginia
Michael Ironside General Ashdown
Ivan G'Vera General Losenko
Chris Browning Morrison
Dorian Nkono David
Beth Bailey Lisa
Victor J. Ho Mark
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 ©2011 Tim Belgardt